Zahnzusatzversicherung Informationen, Fakten & ein Vergleich der Leistungen

Zahnzusatzversicherung - Es geht nicht mehr ohne

Man kann es drehen wie man will: Eine Zahnzusatzversicherung gehört in jedes Portfolio hinein. Über die Gründe mag man lamentieren, die Realität ist heute, wie sie ist: Die Leistungen der Zahnärzte werden teurer und Erstattungen durch die Krankenkassen geringer. Aber auch die Medizin schreitet voran und neue Technologien versprechen eine hohe Lebensqualität im Zahnbereich bis ins höchste Alter. Die haben leider aber auch ihren Preis.
Und mal ehrlich: Zahnlücken sind nur bei Kindern niedlich!

Waren die Ahnen schlauer?

Unsere Ahnen brauchten keine Zahnzusatzversicherung Wenn Archäologen ihre Funde präsentieren, zeigt sich immer wieder erstaunliches: Obwohl teilweise auch uralt geworden, sind die Zähne unserer Vorfahren oft in einem hervorragendem Zustand. Kerzengerade und löcherfrei stehen sie auch bei Greisen da, dass man neidisch werden könnte. Was war deren Geheimnis? Hatten sie eine besondere Zahnpflegekunst? Leider nein: Die Antwort, warum unsere Zähne heute trotz intensiver Pflege so schlecht sind, ist ziemlich banal: Die Ahnen kannten keinen Zucker in der reinen Form, wie wir ihn heute so gerne konsumieren.

Tickende Zeitbombe

... Zucker wirkt auf unsere Mundflora, das sind die natürlichen Bakterien, die wir mit uns herumtragen, wie ein Super-Düngemittel. Jeder Schluck gesüßtem Getränk, jeder Biss in ein Stück Schokolade und leider auch jeder Schluck Alkohol, setzen eine unheilvolle Kettenreaktion in Gang, die nur Zerstörung kennt. Die Bakterien geraten bei reinem Zucker in einen Freß- und Vermehrungsrausch, wie er in der Natur nicht vorgesehen ist. Tückisch sind dabei die Karies-Bakterien: Sie scheiden beim Fressen einen Schadstoff aus, welcher nicht nur für schlechten Atem sorgt. Dieser Schadstoff greift aggressiv die Zähne an. Wie mit einem Schneidbrenner fressen sich die Bakterienkolonien in die Zähne ein und können immer schlechter beim Reinigen der Zähne entfernt werden. Besonders fatal dabei ist: Zähne haben keine Selbstheilungskräfte. Ein einmal entstandenes Loch schließt sich nicht mehr von alleine.

Pflege ist gut - verzögert aber nur

... Gründliche und regelmäßige Zahnreinigung kann diesen Prozess weder stoppen noch umkehren, sondern nur verlangsamen. Um wirklich einigermaßen sicher sein, niemals an Karies erkranken zu können, müssten Sie gänzlich auf Zucker, Weißmehl und Alkohol verzichten - und zudem stündlich ihre Zähne grundreinigen. Die dazu notwendige Charakterstärke hat kaum jemand, zu verlockend sind all die Leckereien, die uns täglich präsentiert werden. Das tägliche Putzen kann der Zähne aber sehr lange instand halten. Aber was, wenn der Schmerz buchstäblich anklopft? Dann ist der Besuch beim Zahnarzt unvermeidlich. Und das ist gleich mehrfach unangenehm.

Wer geht schon gerne zum Zahnarzt?

... Wie wichtig die eigenen Zähne sind, merken Sie spätestens, wenn sie ihren Dienst versagen. Schmerzen, Verlust des Kauvermögens und ein permanent unsicheres Gefühl im Mund sind die ersten Folgen eines Zahnschadens. Aber schon bei der Standardbehandlung - der Füllung eines Zahnloches - können Sie eine böse Überraschung erleben. Füllung ist eben nicht gleich Füllung. Die heftig unter Kritik stehenden Amalgam-Füllungen sind zwar lange nicht so schlecht, wie ihr Ruf - besonders hübsch sind sie aber leider auch nicht.

Mehr als nur ein Organ

... Zähne sind in unserer Gesellschaft mehr als ein Organ. Gut gepflegte Zähne sind in unserer westlichen Kultur unsere Visitenkarte. Man demonstriert mit einem zahnlosen Lächeln zwar nicht gerade Reichtum - ein lückenhaftes Gebiss demonstriert aber auf jeden Fall Armut. Die Folgen sind: Probleme bei Vorstellungsgesprächen, Verlust von Vertrauen, Ausladungen von Geschäftsessen und anderen wichtigen Terminen usw.. Dabei wird meistens nicht einmal mit der Begründung hinterm Berg gehalten: "Bringen Sie ihre Zähne in Ordnung, dann kommen Sie wieder" ist heute so offen wie ungeniert eine statthafte Begründung für eine Ablehnung. Der Grund dafür ist klar: Es ist anderen Menschen, vor allem aber Kollegen, mit einem schadhaften Gebiss peinlich, gesehen zu werden. Um diesen Zustand so weit wie möglich von sich entfernt zu halten, ist eine optisch angepasste Füllung schon der erste Schritt. Aber damit gehen die Probleme schon los.

Was Sie bekommen können - und was die Kasse zahlt

Die Standardbehandlung, welche in voller Höhe von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird, ist nach wie vor die Amalgam-Füllung. Damit sind die Schmerzen beseitigt und die Kaufähigkeit wieder hergestellt. Wenn aber sichtbar wird, dass alle Zähne schon die verräterischen, dunklen Flecken in ihrer Mitte haben, dann wirkt das auf viele auch schon abwertend und ungepflegt. Der Wunsch nach einer Alternative ist deshalb nah - und dann wird es teuer. Eine Amalgam-Füllung kostet zwischen 30 und 50 Euro und wird von der Krankenkasse übernommen. Ein alternatives Inlay aus Kunststoff oder Keramik kostet aber schon das Zehnfache - pro Zahn, versteht sich. Auf der Differenz bleiben Sie als Versicherter aber sitzen. Bei mehreren Löchern kann da schon sehr schnell ein Monatslohn verbraucht werden. Aber das ist nur der Anfang.

Richtig teuer bei Zahnersatz

Zahnersatz wird teurer, Zahnzusatzversicherung spart! Die Standardversorgung der Krankenkassen ist bei Zahnersatz absolut unzureichend. Brücken und Kronen werden nur noch zur Hälfte oder mit einem minimalen Festbetrag bezuschusst. Da eine Kronenbehandlung mit tausend Euro und mehr zu Buche schlagen kann, sind die knappen 120 Euro Zuschuss von der Krankenkasse kaum der Rede wert. Besser bezahlt werden ausschließlich herausnehmbare Lösungen. Diese sind in ihrer Funktion als vollwertiger Zahnersatz aber kaum zu gebrauchen. Wenn Sie hier etwas wirklich Brauchbares haben möchten, müssen Sie tief in die Tasche greifen:

Ein Überblick über die Zahnersatzformen

Zahnfüllungen Die Füllung ist der erste Schritt, um einen Zahn zu reparieren. Standard ist heute die Amalgamfüllung. Diese hat eine sichtbare Reparaturstelle zur Folge. Amalgam ist ein Gemisch aus Quecksilber und anderen Metallen. Quecksilber ist an sich ein sehr giftiges Metall, ist in der Verbindung zu Zahnamalgam aber ungefährlich. Dennoch ist die Vorstellung für viele, eine Ladung Quecksilber im Mund zu haben, sehr unangenehm. Als Metall reagiert Amalgam manchmal mit sauren Nahrungsmitteln. Dies macht sich, beispielsweise bei Zitronensaft, durch einen unangenehmen Geschmack im Mund bemerkbar. Dieser verschwindet wieder nach dem Ausspülen. Färbung, Quecksilbergehalt und Geschmacksveränderungen kann man nur umgehen, wenn man Füllungen aus Kunststoff oder Keramik verwendet. Diese sind aber sehr teuer und werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.
Zahnersatz Krone Die Kronenbehandlung ist die nächste Stufe zur Reparatur eines beschädigten Zahns. Zähne können durch Kariesbefall so geschwächt sein, dass sie durchbrechen. Ist die Zahnwurzel aber noch gesund, kann mit einer Krone, also mit einem "Überbau", der Zahn repariert werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt müssen Sie als Patient mitbezahlen. Die Krankenkasse übernimmt nur noch den "diagnoseorientierten Festzuschuss". Die "Regelversorgung", das bedeutet im Krankenkassenjargon in diesem Fall eine Krone aus Stahl, wird zu 50% übernommen. Die andere Hälfte müssen Sie bezahlen. Aber wer will schon eine deutlich sichtbare Stahlkrone im Mund herumtragen? Im nicht sichtbaren Bereich wird es sogar noch kritischer. Je nach vollständig geführtem Bonusheft beträgt der Zuschuss der Krankenkasse nur noch 117 bis 153 Euro. Die Krankenkasse übernimmt nur bei den sichtbaren Vorderzähnen und auch nur an der Vorderseite eine Verblendung. Diese halten erfahrungsgemäß aber nicht allzu lange. Eine Kunststoff- oder Keramikkrone ist deshalb heute in den meisten Fällen die übliche Versorgung. Hier sind die Mehrkosten, welche sich mit mehreren hundert Euro bemerkbar machen, vom Versicherten zu tragen.
Zahnersatz Prothese Prothesen sind alle herausnehmbaren Zahnersätze. Das müssen nicht immer vollständige Gebisse sein. Gerade für den optischen Ersatz sind schnelle und billige Teilprothesen verfügbar und werden auch zum größten Teil von den Krankenkassen bezahlt. Bewährt haben sich aber die sogenannten "Teleskopkronen". Diese stellen einen gut sitzenden aber dennoch herausnehmbaren Zahnersatz dar. Teleskopkronen sind aber auch entsprechend teuer. Problematisch bei Prothesen, besonders bei Teilprothesen ist, dass sie mit Klammern an anderen Zähnen befestigt werden. Diese werden durch die Metallklammern dann langfristig auch in Mitleidenschaft gezogen und nehmen Schaden. Vollgebisse haben zwar keine abreibende Wirkung mehr auf andere Zähne, sind aber vom Ess-und Kaukomfort her kein vollwertiger Zahnersatz. Mit einem Vollgebiss muss der Träger deshalb mit Abstrichen bei der Nahrungsaufnahme rechnen.
Eine Brücke ist noch günstiger Zahnersatz Brücken sind die billigste Lösung, eine Zahnlücke zu schließen und wird entsprechend von den Krankenkassen übernommen. Bei einer Brücke werden die Nachbarzähne einer Lücke beschliffen, um an ihnen den lückenfüllenden Zahnersatz zu befestigen. Das bedeutet aber auch, dass immer zwei potentiell gesunde Zähne vorsätzlich beschädigt werden, um eine Zahnlücke auszugleichen. Da Zähne vor allem an ihrer Aussenseite - dem sogenannten Zahnschmelz - besonders hart sind, stellt ein Abschleifen für eine Brückenbehandlung eine irreperable Beschädigung am Haltezahn dar. Da der Zahnschmelz entfernt ist, können Bakterien und mechanische Einflüsse den Restzahn besonders leicht beschädigen. Spätestens nach dem Einsatz einer Brücke sollte deshalb größten Wert auf Ernährung und Zahnpflege gelegt werden.
Zahnersatz Implantat Das Zahnimplantat ist heute der vollwertigste Ersatz für einen zerstörten Zahn. Die Fertigung eines Implantats ist heute nicht mehr eine so aufwändige Operation die unter Vollnarkose gemacht werden muss. Dennoch ist es ein Eingriff, der nur von erfahrenen Zahnärzten durchgeführt werden sollte. Vor allem die Verankerung des Zahns im Kiefer ist äußerst kompliziert: Praktisch wie beim Verdübeln einer Latte an einer Zimmerdecke, wird erst ein Loch in den Kiefer gebohrt und mit einem Anker aus Titan versehen. In diesen wird das Implantat dann eingeschraubt. So aufwändig diese Operation ist, so teuer ist sie auch. Ein einziges Implantat kostet zwischen 1900 und 3500 Euro. Diese sind bis auf einen minimalen Zuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse, vom Versicherten zu tragen. Verschärfend kommt hinzu, dass der Zahnarzt nur eine "fachgerechte Behandlung" garantiert. Zahnersatz auf Implantatbasis ist nicht nur teuer, sondern auch mit einem gewissen Risiko behaftet. Die Ausfallquote ist sehr gering, dennoch gibt es keine Garantie für einen OP-Erfolg. Dennoch sind sie für den Erhalt eines vollwertigen Zahnersatzes bislang ohne Alternative. Den Erfolg können Sie als Versicherter aber auch selbst beeinflussen: Gesunde Ernährung, gewissenhafte Mundpflege und Verzicht aufs Rauchen verlängert die Haltbarkeit jedes Zahnersatzes um mehrere Jahre.

Und es wird noch teurer...

Zahnersatz nur mit Heil- und Kostenplan Seit 2012 gilt die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Diese sieht einen deutlich höheren Eigenanteil der Versicherten an der Zahnbehandlung vor. Und das nicht zu knapp: Die Steigerung der Eigenleistungen liegt zwischen 20 und 50%! Eine professionelle Zahnreinigung war nach der alten Gebührenordnung für 50 Euro zu haben - ab 2012 kostet sie mindestens 75 Euro. Diese noch überschaubaren Steigerungen schlagen aber gerade bei den aufwändigen Sanierungsmaßnahmen voll durch. Bei Brücken, Implantaten und Inlays ist diese Mehrbelastung für den Normalversicherten kaum noch zu stemmen. Es ist also höchste Zeit, sich über seinen Versicherungsschutz Gedanken zu machen.

Den schlimmsten Kardinalfehler bei einer anstehenden Zahnbehandlung machen Sie, wenn Sie sich ohne Beratung auf den Zahnarztstuhl legen. Es wird zwar kaum ein Zahnarzt Ihnen "mal eben" Ihr Gebiss totalsanieren. Einen genauen Heil- und Kostenplan bekommen Sie aber nur auf Anfrage! Dieser ist zwar für sie kostenlos - für die Kostenerstattung seitens Ihrer Versicherungen aber unerlässlich. Insbesondere die neue Gebührenordnung für Zahnärzte hat eine erhebliche Verteuerung aller Leistungen nach sich gezogen. Darum ist dies die Reihenfolge auf dem Weg zu einem sanierten Gebiss: Diagnose - Heil-und Kostenplan - Genehmigung durch die Krankenkasse - Behandlung. Ohne Heil- und Kostenplan bekommen sie von Ihrer Krankenkasse überhaupt nichts! Sie gehen ein unkalkulierbares Risiko ein, wenn Sie ohne Absprache ihren Zahnarzt "einfach machen lassen".

Darum: Keine Behandlung ohne Heil- und Kostenplan!

Rettung private Zusatzversicherung?

Die schlechte Nachricht zuerst: Auch eine private Zusatzversicherung übernimmt nicht die gesamten Kosten einer Zahnbehandlung! Sie federn Ihre finanzielle Belastung aber ganz erheblich ab. Eine Kostenübernahme von 80% bedeutet, dass Sie nach Einberechnung des gesetzlichen Zuschusses nur noch 5-10% der Kosten zu tragen haben. Bei kleineren Beträgen ist das nett - bei einer Totalsanierung Ihrer Zähne entscheidet dies aber ganz erheblich über die zukünftige Lebensqualität. Die notwendige Sanierung kann aber schneller notwendig sein, als Ihnen lieb ist: Auch Unfälle können aufwändige zahn- und kieferchirurgische Maßnahmen notwendig machen, welche nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Eine angepasste Versicherung sollte deshalb in jedes Portfolio gehören.

Vor 2015 versichert? Auf zum Vergleich!

Eine private Zusatzversicherung zu haben ist schon einmal die halbe Miete. Sich für einen Tarif entschieden zu haben ist aber keine Lösung auf Dauer. Wenn Sie vor 2012 eine private Zusatzversicherung für Ihre Zähne abgeschlossen haben, ist jetzt höchste Zeit, um Ihren Versicherungsschutz zu überprüfen. In jedem Fall muss ihr alter Vertrag angepasst werden. Zwar sind die Angebote der Versicherungen sehr breit gefächert und entsprechend unübersichtlich. Mit einer professionellen Beratung finden Sie aber auch den richtigen Tarif für sich. Wir können Ihnen an dieser Stelle keine Empfehlung für ein bestimmtes Unternehmen geben. Nur dieser Rat sei Ihnen ans Herz gelegt: Informieren Sie sich und vergleichen Sie die Angebote!

Teuer ist nicht gleich gut - was soll eine Zahnzusatzversicherung leisten?

Die gute Nachricht zuerst: Zahnzusatzversicherungen gibt es bereits ab knapp 5 Euro pro Monat. Dabei ist der Leistungsumfang auch bei so preiswerten Versicherungen durchaus interessant. Dennoch ist eine solche Versicherung nur als Einstieg bzw. als schnelle Lösung interessant, wenn man noch keinerlei Zusatzvorsorge betrieben hat. Welche Versicherung für Sie die Richtige ist, lässt sich nur mit einem Beratungsgespräch oder mit einem Tarifrechner herausfinden. Dabei sollten Sie auch auf die Testergebnisse achten, welche die Verbraucherschutzportale regelmäßig veröffentlichen. Bei Versicherungen gilt allgemein: Teuer ist nicht automatisch gut! Oft unterscheiden sich die einzelnen Versicherungsleistungen ganz erheblich voneinander, auch wenn die Tarife ähnlich sind. Allen privaten Zusatzversicherungen ist jedoch eines gemeinsam: Sie können nicht ab dem Abschluss der Versicherung Leistungen in Anspruch nehmen. Erst nach Ablauf einer Karenzzeit tritt die Versicherung in Kraft. Die Versicherer wollen mit dieser Maßnahme verhindern, dass ein aktueller Behandlungsbedarf mit der Versicherung gedeckt werden soll.

Wie ist es um Ihre Zähne bestellt?

Wie ist es um Ihre Zähne bestellt? Wenn Sie mit Anfang 30 bereits keinen unsanierten Zahn mehr im Mund haben ist die weitere Entwicklung Ihres Gebisses absehbar: Früher oder später wird ein aufwändiger Zahnersatz unvermeidlich sein. Damit Sie dafür nicht ihren Bausparvertrag opfern oder ihr Auto verkaufen müssen, sollten Sie jetzt handeln: Ihre Versicherung sollte Implantate und andere hochwertige Maßnahmen beinhalten. Dies gilt insbesondere dann, wenn in Ihrer Familie generell ein Tendenz zu großen Zahnschäden ab dem mittleren Alter zu beobachten ist. Wenn Sie aber auch mit 40 noch kein einziges Loch haben und auch der Zucker keine Verführung für Sie darstellt, können Sie beruhigt nach einem günstigeren Tarif Ausschau halten. Hier sind Angebote sinnvoll, welche interessante Zusatzleistungen beinhalten: Eine professionelle Zahnreinigung, kosmetische Behandlungen wie "Bleeching" oder hochwertige Versiegelungen können helfen, die Lebensdauer Ihrer Zähne zu verlängern.

Genau dort liegen die größten Unterschiede bei den Tarifen: Die Gruppen "Prophylaxe" (also Vorbeugung), Zahnbehandlung und Zahnersatz stellen die drei Felder dar, in denen sich die Zahnzusatzversicherungen bewegen. Zwar gilt im Großen und Ganzen auch hier, dass ein höherer Leistungsumfang auch mit höheren Beiträgen bezahlt werden muss. Die Preis- und Leistungsunterschiede unterscheiden sich aber von Versicherung zu Versicherung ganz erheblich. Beruhigend ist, dass in allen Tests die meisten Versicherungen sehr gut abgeschnitten haben. Als Kunde kann Ihnen aber niemand die Arbeit abnehmen, den richtigen Tarif für sich zu finden. Hier stehen aber eine Menge Vergleichsportale bereit, die Ihnen den Weg zu Ihrer Zahnzusatzversicherung ebnen können.

Rechtzeitig versichern und auf das Kleingedruckte achten

Keine Zahnzusatzversicherung? Dann drohen kaputte Zähne! Besonders bei teuren Maßnahmen verstecken sich aber Fallen im Kleingedruckten der Verträge. Sofern gewünscht, müssen alle - vor allem die teuren Behandlungen wie Inlays oder Implantate - explizit im Vertrag mit eingeschlossen sein. Es gibt Verträge, welche diese Behandlungsformen ausdrücklich ausschließen. Dann bleiben Sie auf Ihren Kosten sitzen! Das sollten Sie unbedingt vermeiden, darum gilt: Den Vertrag genau lesen und ausdrücklich die potentiell teuersten Behandlungsformen mit einbeziehen. Alleine in Deutschland werden pro Jahr eine halbe Million Implantate gesetzt. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit dafür auch bei Ihnen sehr hoch ist, einmal diese Behandlung zu benötigen. Dann richtig versichert sein ist Gold wert.

Sie müssen mit einer Wartezeit von sechs mit acht Monaten rechnen, bevor eine private Zusatzversicherung greift. Versichern Sie sich also frühzeitig. Ein dreiviertel Jahr die Zahnschmerzen in Kauf zu nehmen ist keine Option: Zum einem reduzieren Sie damit ganz erheblich ihre Lebensqualität. Zum anderen verpflichten Sie sich bei Vertragsabschluss, keine aktuellen Zahnerkrankungen zu verschweigen. Eine Verweigerung der Versicherungsleistung ist in einem solchen Fall noch das geringste Übel. Schlimmstenfalls müssen Sie sich mit einer Anzeige wegen Versicherungsbetruges herumschlagen. Denn leider gilt hier die ärztliche Schweigepflicht nicht: Die Versicherung darf beim Zahnarzt nachfragen!

Ausland: Finger weg!

Dringend abraten möchten wir Ihnen vor den verlockenden "Urlaub und Zahnbehandlung" Angeboten. Auch wenn der Zahnarzt aus China noch so billig arbeitet - die Qualität seiner Behandlung ist leider auch entsprechend! Auch polnische, russische oder südamerikanische Labors sind nicht auf dem technischen Stand, der in Deutschland vorherrscht. Der Spaß am billigen Zahnersatz ist spätestens beim Defekt vorbei: Versuchen Sie mal, bei einem chinesischen Zahnarzt eine Garantieleistung einzufordern. Viel Spaß! Bei Dienstleistern aus Deutschland sind sie nicht nur technisch, sondern auch rechtlich auf der sicheren Seite. Gehen Sie also mit zweifelhaften Billigangeboten aus dem Ausland kein unnötiges Risiko ein.

Jährlicher Abgleich

Versicherungen überarbeiten ihre Verträge in der Regel jährlich. Da ist für Sie jedesmal ein großer Spielraum, ihren Vertrag anzupassen. Achten Sie auf Ihre Kündigungsfristen und beobachten Sie, wie sich der Markt entwickelt. Ein Wochenende im Jahr für ein Update ihres Versicherungsschutzes investiert, kann sich mit mehreren hundert Euro bemerkbar machen. Das gilt nicht nur für die Zahnzusatzversicherungen. Die modernen Medien erlauben Ihnen über App oder Internet immer den aktuellen Blick auf eine optimale Versorgung. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und sie bleiben stets sowohl gut und preiswert versichert.

Haben Sie ein gutes Angebot erwischt? Diese Checkliste gibt Auskunft!

Die Qualität einer Zahnzusatzversicherung kann man ganz einfach anhand einer Checkliste prüfen. Darin sind alle wichtigen Merkmale und Leistungen enthalten, die eine aktuelle Zahnzusatzversicherung zu leisten hat.

Unsere Checkliste für Ihre Zahnzusatzversicherung
  • Es werden mindestens 70%, besser 80% des Rechnungsbetrages werden von der privaten Zusatzversicherung beglichen. Die Berechnung des Erstattungsbetrages muss dabei unabhängig von irgendwelchen anderen Leistungen sein! Dies gilt vor allem für die Leistungen aus der gesetzlichen Krankenkasse.
  • Der Leistungsbetrag sollte in Höhe des 3 bis 4-fachen des GOZ-Betrages liegen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Ihr Zahnarzt berechtigte Zusatzforderungen durch unangemessenen Mehraufwand an Sie stellt.
  • Die Behandlungen sollten auch mehrmals durchgeführt werden können. Es kann sein, dass ein reparierter Zahn nach einiger Zeit noch einmal saniert werden muss. Manche Versicherer bieten nur eine Übernahme der erstmaligen Behandlungskosten an. Davon sollten Sie Abstand nehmen.
  • Keine Begrenzung der Implantate! Wissen Sie, wie viele Implantate und Inlays Sie brauchen werden? Ihre Versicherung weiß es auch nicht. Trotzdem schreiben viele Anbieter die Höchstzahl an Implantaten und Inlays vor. Finger weg!
  • Auch Implantate und Inlays sollten zu 70-80% abgedeckt sein. Achten Sie hier unbedingt auf Zusatzklauseln im Vertrag! Gerade die wichtigsten Behandlungen werden häufig nur bis zu einem bestimmten Betrag übernommen.
  • Zu einer Implantatbehandlung gehört auch ein Knochenaufbau. Dieser darf nicht ausgeschlossen werden, sonst wird es teuer. Idealerweise ist er ausdrücklich als mit versichert erwähnt. Ist er das nicht, fragen Sie nach und lassen Sie sich diese Versicherungsleistung schriftlich bestätigen.
  • Ob ein Zahnersatz erfolgreich durchgeführt wurde, lässt sich mit einer Funktionsdiagnostik klären. Dies darf nicht vom Vertrag ausgeschlossen werden.
  • Keramikverblendungen sind auch für Backenzähne sinnvoll. Viele Versicherer haben hier Einschränkungen formuliert. Achten Sie darauf.
  • Lehnen Sie Leistungsbegrenzungen und Leistungsstaffelungen ab. Sie wissen nicht, wie schnell Sie einen Zahnersatz brauchen. Manche Zahnerkrankungen sind Folge von anderen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes. Mit einer Leistungsstaffel bleiben Sie auf einem großen Teil der Kosten sitzen.